Warum nachmachen wichtig für Deine Authentizität ist.🤗

Die meisten Menschen, die zu uns kommen, nennen als eines ihrer Hauptziele: 
Ich möchte souveräner rüberkommen und dabei authentisch sein.💁🏻‍♀️💁🏽‍♂️

Sie halten sich in ihrer Kommunikation zurück und befürchten gleichzeitig, dass sie nicht mehr sie selbst sind, wenn sie sich nach vorne stellen und präsentieren. Als würde ein professioneller Auftritt nur eine Kunstform sein, die an sich nichts mit der Persönlichkeit zu tun hat. Manchen bleiben deswegen ihr Leben lang unterm Radar und auf gewisse Weise unsicht- und unhörbar. Viele arbeiten aber auch daran- zum Beispiel mit Sprechtrainern wie wir es sind. 

Denn ein professioneller Auftritt in der Öffentlichkeit, Deine Präsenz in Online Meetings und Konferenzen ist nur eine weitere Facette Deiner Persönlichkeit, die Du ausbilden kannst. Mein Mann sagte dazu: Authentizität ist ja kein zentraler einzelner Punkt in Dir, nach dem Du suchen kannst und siehe da, dort lauert die authentische Sprecherpersönlichkeit. Du nährst Deinen authentischen Sprechausdruck mit der Erweiterung Deiner Bandbreite.

Ich kann die Furcht vor Künstlichkeit verstehen – denn erstens ist etwas, was man vorher noch nie gemacht hat, in der Tat oft erstmal „unecht“, weil man es mit ungewohnt verwechselt. Man muss es sich erst im wahrsten Sinne des Wortes zu eigen machen. Und zweitens kann man in der Künstlichkeit oder Unsicherheit auch sozusagen „steckenbleiben“. Dann bleibt Dein Auftritt hölzern oder manieriert und wird nicht wirklich „Deiner“. 

Aber wie nun da hinkommen ohne zu mogeln, kaschieren oder blenden? Wie gelingt ein souveräner, professioneller und zugleich authentischer Auftritt? 
Nehmen wir einen kurzen Umweg darüber, was NICHT gemeint ist. In den sozialen Netzwerken gibt es ja viele Posts gedanklicher Moraste, wo der ein oder andere Verfasser mit stolz geschwellter Brust meint: Das bin halt ich. Ich würde mich nie verstellen, sondern sage, was ich denke. 
Das hat allerdings weniger mit Authentizität als mit seelischer Ausschüttung allen Mülls zu tun, den man so in sich findet. Deswegen frage Dich immer, bevor Du Dich zeigst, was Deine Absicht damit ist. Auskotzen braucht die Welt nicht. Für etwas oder jemanden einstehen – auf jeden Fall. Wähle weise.

Wir folgen ein Leben lang Vorbildern. Die können wir bewusst oder unbewusst gewählt haben. Schon als Kinder kucken wir uns bei anderen ab, wie die etwas machen, um selbst weiterzukommen.
Später ist das aus irgendwelchen Gründen verpönt. 
😳💃🏼Oh, wir tragen heute auf der Party das gleiche Kleid, wunderbar, Dir steht es auch so toll. Nicht😱. (Erdloch tut sich auf,beide schönen Frauen💃🏼💃🏼 verschwinden darin🙈)

Als ich jugendlich war, wollte ich unbedingt die gleichen Pullover tragen wie alle. Dazugehören ging angeblich nur mit den richtigen Klamotten. 👬👭👫🧍🏻‍♂️👬🧍🏻‍♀️🧍🏻
Heutige Jugendliche sehen- genau wie damals- zwar oft alle ziemlich gleich aus, trotzdem haben sie den Begriff „fake sein“ geprägt. Dabei meinen sie- so das Recherche Ergebnis bei meinem Sohn- Charakter Eigenschaften wie verlogen, intrigant. Wenn man nur vorgibt, jemand oder etwas zu sein.

Auf dem Weg zum erwachsenen Menschen achten wir also schon darauf, was zu unserer Persönlichkeit, zum Ausdruck, Stil und Geschmack passt. Mal greifen wir daneben und mal finden wir eine Facette, die wir zu unserem Strauss an persönlichen Eigenheiten dazu tun.
Und irgendwie hört das nie auf.
Ich habe mir schon immer gerne was von faszinierenden und tollen Frauen abgekuckt. Ich liebe es, mich von interessanten Persönlichkeiten inspirieren zu lassen! 
Bis heute würde ich keinen roten Lippenstift tragen, wenn ich es nicht bei anderen gesehen und es mir gefallen hätte. Kann ich ja auch mal ausprobieren.💋
Bürogemeinschaften und Teams haben Insider Witze, es gibt einen ausgesprochenen oder unausgesprochenen Kodex dafür, welche Umgangsform reibungslos funktioniert und was nicht. 
Je nachdem in welcher Peergroup Du Dich bewegst, passt oder gleichst Du Dich auch an. Und bist trotzdem Du selbst. Wer könntest Du auch sonst sein? Also mal ernsthaft? 🤷🏼‍♀️Was für einen Stress wir uns machen! 
Relax. Du bist sowieso Du. Und Stimm- oder Präsentationsübungen sind erst mal komisch, bis Du darin zu Hause bist. Als ich das erste Mal Mutter geworden war, sah ich mich die ersten Wochen wie aus einer Vogelperspektive einen Kinderwagen schieben und dachte, das kann unmöglich ich sein. So unwirklich. Und so wird es Dir auch die ersten Male gehen, wenn Du Dich im neuen Umfeld präsentierst. 

Sei Du selbst! Stand vor ein paar Wochen als Titel auf einer sehr bunten Zeitschrift. 
Aber wie kann ich ich selbst sein, wenn ich nicht weiss, wer ich bin? Oft ahnen wir gar nicht, was wir alles sein können, wenn wir uns nur trauen würden.

Nur Du kannst herausfinden, wer Du wirklich bist. Also fang an herauszufinden, wie Du authentisch bist, wenn Du sprichst. Und dann bau das aus.

Wichtig ist nur: 
✌🏻Fang an
✌🏻Relax
✌🏻Bleib neugierig

Und schmink Dir das ab, dass alles sofort mega cool und endkrass einmalig ist und nie dagewesen. 😍DU😍 bist noch nie dagewesen, das reicht. Alles was Du sagst und präsentierst, erhält Deine Note, wenn Du das möchtest. Versprochen!

Deine Stimme hast nur Du. Deine Ausstrahlung auch.

Kommunikativ authentische Grüße 

Sendet Dir 
Sonja