Sprechen mit Ziellenbach

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Hello to my younger me!👋🏻

Mannomann, was hatten wir beide damals alles vor. 🔥
Wieviel davon haben wir durchgezogen, wieviel ist im Sande verlaufen?🧐

Wenn ich an mich in einer frühen Version denke, habe ich oft das Bild von einer Batterie und Kabeln. Erinnert sich jemand an diese Schaltkreise, die man in der Grundschule mit kleinen Kabeln gebastelt hat? Pluspol, Minuspol, wann fliesst der Strom…..

Bei manchen Ideen und Plänen, die wir in unserer Jugend haben, hängen nach dem Erwachsen werden gefühlt nur lose Kabel in der Luft. Stromkreis unterbrochen, disconnectet. Die Stelle, die wir noch nicht haben, den Mann/ die Frau, die Familie, das Gewicht, den Status…. Oft zeigt sich das an einem diffusen Unzufriedenheitsgefühl. Es läuft nicht so gut. Ich bin nicht angekommen. Das kann‘s doch noch nicht gewesen sein.
Nee, wars auch nicht, Du atmest ja noch. 

Ich zum Beispiel habe früh eine Familie gegründet und geheiratet. Ich habe mir den besten Mann geschnappt, drei Kinder bekommen, ein Haus gebaut. In diesen Jahren hatte ich eine Stelle beim Radio- wunderbare und inspirierende Arbeit, tolle Kollegen.
Gleichzeitig dachte ich die ganze Zeit, ich verpasse im Moment die Wahnsinnskarriere. Und habe gar nicht bemerkt, dass ich Karriere als erfolgreiche Mutter für meine Kinder machte.💚

Der Stromkreis „Familie“ war also die ganze Zeit connectet. Der Stromkreis „Arbeit“ auch, wenn auch mit weniger Volt. Der Stromkreis „Selbstverwirklichung“ fühlte sich am längsten disconnectet an. In meiner Kommunikation führte das zu vielen Sätzen aus dem Minus- Pol Bereich. Das kann ich nicht. Das schaffe ich nicht. Ist nicht so wichtig. Dafür bin ich nicht gut genug. Keine Zeit. Kinder zu klein.
Gna gna gna.
Ich konnte mir das stundenlang selbst erzählen. Wem ich das nach einigen Jahren nicht mehr so gut erzählen konnte, war meinem Mann. Er- ein erfolgreicher Mann, Denker und Ideen- Umsetzer- sagte mir so grausame Sätze wie: Wann fängst Du endlich an. Wie lange willst Du Dir das noch erzählen. Oder ganz unverschämt: Das ist Blödsinn.

Lange war ich wie Pippi Langstrumpf auf Dope und ging immer bis an die Zähne bewaffnet in die Rechtfertigungsarena. Nicht, dass ich am Ende noch auf meinen Mann höre.
Bis ich endlich irgendwann aufgab und aus den Puschen kam. Ein Ergebnis davon ist unser gemeinsames Unternehmen, viele tolle Kommunikations- und Stimmtrainings und letztendlich auch dieser Blog. 

Wie viele Menschen in Deinem Leben haben schon mehr in Dir gesehen als Du? Wer hat es Dir gesagt? Wer hat so nebenbei fallen lassen, „Ach, das könntest Du mit Sicherheit“ , „Kann ich mir gut bei Dir vorstellen“. 
Hast Du auf sie gehört? Ab wann tust Du es? Erinnerst Du Dich daran, wer alles schon für Dich war?💚

Zurück zu den Stromkreisen. Ganz ehrlich. Ich war nie disconnectet. Ich kann anhand meiner Wege genau erkennen, dass ich irgendwie einen inneren Plan hatte. Den hab ich verfolgt. Herausgekommen ist die Sonja, die ich heute bin und herauskommen wird dann wieder die Sonja morgen oder in einem Jahr. 
Wie unendlich beruhigend es ist, dass ich einen Plan hatte. Weil- mal so unter uns- ich habe ja schon oft Sorge, dass ich mich auf meiner 8-spurigen Gedankenautobahn verfahre oder auf der Raststätte einschlafe… 
Und selbst wenn in den Jahren nicht alles toll war- und das war es nicht- so erkenne ich heute, dass ich für mich das Beste wollte. Darauf kann ich vertrauen.
Und wenn ich mit losen Kabeln rumrenne, frag ich meinen Mann, was er meint, wie wir wieder Power auf den Tacho kriegen. Oder Mentoren, Freunde, Gefährten und Unterstützer, die ich habe. 

Wenn Du Ziele hast, oder neue finden willst, häng Dir diese Sätze übers Bett: 

💚Vertrau Dir und Deinem Weg. Du bist für Dich.
💚Vertrau Menschen und höre dem zu, was sie sagen. In jedem Kontakt steckt eine Erkenntnismöglichkeit.
💚Geh los und sprich drüber.

Ich habe sehr viel von dem umgesetzt, was ich schon als Kind wollte. Für manches habe ich länger gebraucht, manches habe ich nicht gemacht und werde es auch nicht machen. Weil sich meine Pläne verändert haben. Nicht die Möglichkeiten.

Hello to my lovely younger me! 
Danke für den Leuchtturm, den Du offenbar für mich gesetzt hast.🙏🏻✨

Kommunikative Grüße 🗣👩🏻👨🏼👩🏻‍🦰🕺💃🏼
sendet Dir
Sonja

Da da da. Ich lieb mich nicht, Du liebst mich nicht. Warum gefühliges Reden undemokratisch ist.

Neulich Sonntag morgens. Ich sage zu meinem Mann: Ich geh mal eben duschen, dann hole ich Brötchen. Stehe leichten Fusses auf und gehe hoch. 💃🏼

Als ich 20 Minuten später wieder runterkomme, hab ich schlechte Laune. Mein Mann wird von mir unmittelbar darüber in Kenntnis gesetzt. Er saß bis dahin friedlich auf dem Sofa- halt so wie ich ihn vor dem Duschen zurückgelassen hatte. Sein Gesichtsausdruck spricht Bände.
Was war passiert?

Oben angekommen dachte ich beim Blick in den Spiegel, dass mein Corona Sportprogramm bisher keine sichtbare Wirkung zeigt. Dann merkte ich, dass ich absolut nichts zum Anziehen habe. Dann fühlte ich intensiv, dass ich gar keine Lust auf diesen Sonntag, das Wetter, die Unordnung, die sozialen Netzwerke……. Ich stoppe hier mal. Nur so viel: Das ging spiralenförmig sehr dynamisch weiter direkt in die Stimmungshölle🔥. No way back.❌

No way? 
In diesen Fällen greifen wir uns gerne den nächstbesten Menschen. Irgendwer muss uns da rausholen! 🆘Wozu sind sonst andere Menschen da? 
In der Kommunikation erkennst Du das an Worten wie: 
Sowieso. Wenigstens. Längst. Endlich. Immer. Nie. 
Stimmlage: Weinerlich. Monoton. Oder laut.

❌Wenn Du gerade noch in der Kantine ein Schwätzchen hattest und dann an den vollen Schreibtisch gehst. Wieso muss ich die Arbeit von dreien machen? Wann werde ich endlich besser bezahlt oder wenigstens dafür anerkannt? Wieso bin ich nicht längst Führungskraft, die anderen den Schreibtisch vollpackt?
❌Wenn Du gerade noch Deinen Mitarbeitern vollmundig neue Büromöbel angekündigt hast und dann die Bilanz des letzten Quartals siehst. 
Wieso machen meine Mitarbeiter nie was ich sage? Wann lerne ich endlich richtig zu wirtschaften? Wieso stimmt meine Prognose nie?

Solltest Du diese innere Stimme kennen, kann ich Dir sagen: Vergiss das mit der wertschätzenden Kommunikation, wenn Du in so einer Stimmung bist.
Wenn Du Dich selbst nicht anerkennst für das, was Du bist und leistest, wirst Du den Anspruch an Dein Gegenüber haben, dass er/sie Dir einen Beweis liefert. Entweder dafür, dass es stimmt oder dass es nicht stimmt.

Wenn Dir ein anderer eine bestimmte Antwort geben muss, sei es bewusst oder unbewusst, wird es undemokratisch. Denn die Wahlmöglichkeiten Deines Gegenübers wurden ja eingeschränkt. Unweigerlich gerät die Kommunikation in Schieflage. Denn selbst wenn Du ein „nettes“ Gegenüber hast, welches auf das Spiel zu Deinen Bedingungen eingeht, werden beide Seiten irgendwann irgendwie versuchen, diese Schieflage auszugleichen. 
Wir machen dann pausenlos unbezahlte Rechnungen auf. Kommunikationsrechnungen. Beziehungsrechnungen. 

Und wer zahlt das Ganze? Richtig: Du selbst. Weil Du unmöglich bei so vielen Rechnungen weisst, wie die alle zustande gekommen sind, zahlst Du den Preis mit anstrengenden Beziehungen. Zäher und unerfreulicher Kommunikation. 

Wir kommen da nur raus, wenn wir uns uneingeschränkt anerkennen. ❣️UNEINGESCHRÄNKT. ❣️Lustige Idee oder? Wie soll ich mich anerkennen, wenn ich nachweislich Mist gebaut habe. Wenn ich tatsächlich unsportlich aussehe oder mit meiner Geschäftsprognose krass daneben lag?

Es könnte auch einfach so sein: Du erkennst Dich als ein wertiger Mensch an, der in dieser Situation ist. Du erkennst, dass niemand sonst WIRKLICH etwas damit zu tun hat, ausser Dir selbst. Amen. Namaste. Schalom.☮️

Niemand kann etwas dafür, dass Du Ängste, Wut oder Ärger hast. Für den Umgang mit dem Aussen bist allein Du verantwortlich. Klingt wie eine schlechte Nachricht? Abgedroschen und schon tausendmal gehört? 
Es ist trotzdem der einzige Schlüssel, wie Du klare Kommunikation erschaffen kannst. Stell Dir vor, Du hättest zwei Stücke Holz verleimt und würdest die beiden Stücke wieder voneinander lösen. Die Gefühle sind der Leim. Wenn Du willst, dass Dir niemand mehr auf den Leim geht, trenne die Holzstücke voneinander. Dann kannst Du mit Deinem Stück Holz schauen, wie Du besser wirtschaftest, effektiver abnimmst oder Dein Arbeitspensum anders strukturierst. Und der andere hat mit seinem Stück Holz plötzlich wieder Wahlmöglichkeiten: Indem Du ihm zum Beispiel um seine Meinung fragst und sie auch hören willst.

Viele Menschen denken zur Zeit, ihre Meinungsfreiheit sei eingeschränkt. Ich schlage vor, dass jeder bei sich anfängt und aufhört, die Meinungsfreiheit bei seinem Gegenüber einzuschränken.
Das grösste Risiko, welches Du auf diesem Weg eingehst, ist, dass Du inspirierende und friedliche Kommunikation mit Deinen Mitmenschen erschaffst. Wo Gefühle zwar stattfinden, aber nicht den Verlauf dominieren.

Kommunikative Grüße 🗣👩🏻👨🏼👩🏻‍🦰🕺💃🏼
sendet Dir 

Sonja

Sag ich was – oder sag ich nichts?

Kennste auch, den Gedanken?🤗
Im Meeting, in der Konferenz, bei der besten Freundin, beim Partner oder beim Vorgesetzten. Uns mangelt es ja nicht an Gedanken im Kopf oder der lauten Stimme, die uns sagt, dass wir nun auf jeden Fall mal was sagen sollten.
Am Mut und Fokus, es dann auch mit einem Rumms zu sagen, schon eher.

Ich habe es als Kind meist vermieden, mit fremden Menschen zu reden. Meine Eltern wollten oft, dass ich irgendwo irgendwas frage oder sage. Z.b. Im Supermarkt fragen, wo etwas ist oder was es kostet. Bei den Nachbarkindern fragen, ob ich mitmachen kann. Bei meinen Spielkameraden sagen, was ich will und was ich nicht will.
Was ich gut konnte: Nicht machen, was ich nicht wollte.
Was ich nicht gut konnte: Es laut und deutlich sagen, wenn ich es nicht wollte.

Woher kommt unsere Angst davor, einen Wunsch, eine Idee oder ein Nein auszusprechen?
Gemessen an unserem Jammern darüber, was wir alles nicht bekommen, was wir eigentlich gerne hätten, müsste der Preis ja irgendwann hoch genug sein.

Was bei uns Frauen oft im Wege ist, sind die Gefühle. Man sitzt da, schon kommt ein toller Gedanke. Leider wird er direkt von einem starken Gefühl eingeholt 😬


😱Aufregung, dass der Gedanke da ist
🤗 Freude darüber, wie einzigartig er ist
👻Angst, dass er vielleicht doch nur semi ist
…. und da wir nicht ausschliessen können, vor Aufregung tot umzufallen, schweigen wir lieber, denken noch mal ne Runde nach und das Gefühl vertschüsst sich auch wieder👋🏻👋🏻.

Leider auch der Spass am Arbeiten. Oder die Freude darüber, dass unsere Ideen Zustimmung finden. Dass sie umgesetzt werden und was Tolles draus wird oder dass Quatsch nicht umgesetzt wird, weil wir unsere Bedenken geäussert haben. Oder dass unsere Idee abgelehnt wird und wir uns dann was Neues ausdenken können.

Was viele in unseren Sprechtrainings erst nicht glauben wollen ist, wenn ich ihnen sage, dass sie grösser von sich und ihren Ideen denken müssen. Mit müssen meine ich in diesem Fall konditional müssen, denn wenn man weiter kommen will, muss man etwas ändern. Sonst wird das nix.

Nicht umsonst heisst es: Gesagt, getan.

So können wir natürlich technische Tools anbieten, mit denen es uns leichter fällt, Gedanken prägnant und deutlich zu formulieren. Die Dir ermöglichen, Deinen Stimmsitz zu finden und mit einer variablen Stimmmelodie zu sprechen. Die Deine Präsenz erweitern. Dann fühlen wir uns schon mal sicher, was unseren Werkzeugkasten für Kommunikation angeht.

Aber was Du immer auch erkennen musst, ist, wie lohnenswert es ist, Deinen Standpunkt oder Deine Ideen zu sagen. Dass sie grösser sind als Deine Angst und wie sehr sie es verdient haben, gehört zu werden🔥.

Du meinst, so toll ist es dann doch nicht, was Du zu sagen hast?
Woher weisst Du das, wenn Du es nicht probierst?

In diesen Tagen kommunizieren wir viel über Bildschirme. Es gibt wenig Möglichkeiten, jemanden persönlich erst zu sehen, den Raum abzuschätzen, die Stimmung und alles Sinnliche, was wir sonst checken, wenn wir in einem Raum mit anderen Menschen sind.
Umso mehr braucht es unsere Kreativität und unseren Mut, auch über die räumliche Distanz unsere Meinungen zu vertreten, und uns zu zeigen.

Vielleicht hörst Du beim nächsten Mal in Dich hinein, wenn Du merkst, dass Du vielleicht eigentlich schon etwas sagen willst. Und dann drehst Du die Frage um, und überlegst, wo der befürchtete Schaden grösser sein könnte:

Sag ich nichts oder sag ich (endlich) was?

Kommunikative Grüße🗣👩🏻👨🏼👩🏻‍🕺💃🏼

Sonja