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In der Familie Ziellenbach gibt’s grosse Neuigkeiten🤗. 

Wir haben eine kleine Hündin! Gut 4 Monate, von der Tierhilfe in Rumänien, ein kleines Mädchen, Mutter unbekannt, Mischling. 
Name: Molly. 
Wir hatten sie zuvor noch nie gesehen, sondern einfach vom Foto entschieden💥. Zwei Tage vor der Entscheidung hatten wir noch gemeinsam beschlossen, dass wir nur einen erwachsenen Hund nehmen, den wir vorher schon mal gesehen hatten. 
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Es kam irgendwie anders, wie so manches Mal im Leben.
Wir haben das Tier spätabends von einem Transport an einem Treffpunkt übernommen und es zu uns nach Hause gebracht. Ja, wir hatten auch Futternapf und Wassernapf besorgt. Futter und Spielzeug, eine Decke, und mit einer mega Hundetrainerin gesprochen….
Ansonsten hatten wir vor allem: Keine Ahnung. 
Wir hatten noch nie einen Hund.
Wir stürzen uns rein in ein wirkliches Abenteuer.
Cool, oder? 
Also, ich fand es die Tage bevor Molly kam, so semi cool🙈. Wir hatten teilweise ordentlich Breitseite bei den Reaktionen auf die Neuigkeit bekommen. Einige hatten sich mit uns gefreut und sich erkundigt. Viele aber hatten direkt Tipps und Ratschläge, besser gesagt- Warnungen parat. Jemand hat uns eine Standpauke gehalten, weil sie annahm, dass wir das Tier nur mal so aus Jux zu uns nehmen, um es dann einfach so, wenn‘s nicht so doll ist, wieder abzugeben. 
Ich wurde immer frustrierter. Dann wurde mir schnell klar, dass die anderen auch nur Zweifel spiegelten, die ich selber noch hatte, sie haben sozusagen offene Türen eingerannt. Darum haben wir uns als Familie hingesetzt und nochmal über unsere Bedenken gesprochen. Bis wir merkten, dass wir vor großen Entscheidungen zwar vieles klären und besprechen können, allerdings nicht das Risiko gänzlich ausschalten. Wir können erst sagen, wie es mit einem Hund ist, wenn wir einen Hund haben. Und wir konnten erst sagen, wie es mit Molly ist, als wir Molly kennengelernt hatten.

Was auffällig an den kritischen Reaktionen war: Es wurden kaum interessierte Fragen gestellt. Es ging meist bis: Foto, woher, wie alt, Rasse, oje.
Und da wurde mir wieder mal bewusst, wie schnell wir urteilen und das, was wir hören, kategorisieren, anstatt es sacken und die erste Reaktion innerlich einfach nur vorbeiziehen zu lassen.

Du kannst das auf viele andere Themen übertragen: Immer dann, wenn wir unser Leben verändern, erhoffen wir uns bestimmte Reaktionen von den anderen, wenn wir von den Neuigkeiten berichten. Manchmal werden unsere Erwartungen direkt bedient, manchmal indirekt. 
Mit indirekt bedient meine ich: Du hast Befürchtungen, die Du nicht aussprichst, das erledigt quasi Dein Gegenüber- denn erst da bemerkst Du überhaupt, dass DU Befürchtungen hattest. Unangenehmer Dienst, aber durchaus erhellend🤓. Weil sie Deine blinden Flecke sichtbar machen🧐. 
Und manchmal sprechen die Menschen auch wirklich nur ihre eigenen Ängste aus, und hoffen, dass die Ängste weniger werden, wenn sie sie bei Dir abladen🙄. 
Wenn Du also eine ungewöhnliche Geschäftsidee umsetzen oder Dein bestehendes Unternehmen neu ausrichten willst, eine Weltreise machen, Dich trennen, in Las Vegas heiraten oder nicht heiraten, 7 Kinder oder keine Kinder bekommen willst: Stell Dich auf Gegenwind ein und setze trotzdem Deine Segel⛵️. Oder gerade weil! 
Ungewöhnliche Dinge tun und gleichzeitig viel Anerkennung bekommen, ist oft nicht die Realität. Und im Grunde ist das ja auch nicht schlimm, solange Du fest im Sattel Deiner Entscheidungen sitzen bleibst. 
Was Du immer (über) prüfen kannst, ist:

1.💡 Deine Entscheidung. Und ob Dir Dein Gegenüber vielleicht Deine eigenen Bedenken spiegelt. Dann kannst Du ggf. nochmal korrigieren.
2.💡Mit welchen Menschen Du Dich viel umgibst. Wenn Du für Deine Ideen von Freunden und Bekannten überwiegend Kritik und merkwürdige Reaktionen bekommst, sind es vielleicht keine engen Freunde?

❤️Molly❤️ist nun schon über drei Wochen bei uns- und außer, dass es aufregend und manchmal herausfordernd ist, freuen wir uns sehr über sie und ihr freundliches Wesen🙏🏻. Wir haben schon viel miteinander gelernt. Zum Beispiel, wie wichtig eindeutige Kommunikation nicht nur für Menschen sondern auch (gerade!) für Hunde ist. Dass sich die eigene Stimmung auch ohne Worte auf Lebewesen überträgt. Wie erholsam es für alle ist, konsequent zu sein. Dass Familienerweiterung schön ist.

Mein Mann und ich lieben es so sehr, uns mit Menschen zu umgeben, die Ideen haben und diese inspiriert umsetzen! Die herausfinden wollen, was für die Umsetzung funktioniert und was nicht. 
Auch deswegen machen wir unsere Arbeit so unfassbar gerne! 

Welchen Schritt wagst DU als nächstes🤩🤩? 
Wir hätten dazu ein paar neugierige interessierte Fragen😅….

☀️Sommerlich kommunikative Grüße☀️
sendet Dir 

Sonja