Kennste auch, den Gedanken?🤗
Im Meeting, in der Konferenz, bei der besten Freundin, beim Partner oder beim Vorgesetzten. Uns mangelt es ja nicht an Gedanken im Kopf oder der lauten Stimme, die uns sagt, dass wir nun auf jeden Fall mal was sagen sollten.
Am Mut und Fokus, es dann auch mit einem Rumms zu sagen, schon eher.

Ich habe es als Kind meist vermieden, mit fremden Menschen zu reden. Meine Eltern wollten oft, dass ich irgendwo irgendwas frage oder sage. Z.b. Im Supermarkt fragen, wo etwas ist oder was es kostet. Bei den Nachbarkindern fragen, ob ich mitmachen kann. Bei meinen Spielkameraden sagen, was ich will und was ich nicht will.
Was ich gut konnte: Nicht machen, was ich nicht wollte.
Was ich nicht gut konnte: Es laut und deutlich sagen, wenn ich es nicht wollte.

Woher kommt unsere Angst davor, einen Wunsch, eine Idee oder ein Nein auszusprechen?
Gemessen an unserem Jammern darüber, was wir alles nicht bekommen, was wir eigentlich gerne hätten, müsste der Preis ja irgendwann hoch genug sein.

Was bei uns Frauen oft im Wege ist, sind die Gefühle. Man sitzt da, schon kommt ein toller Gedanke. Leider wird er direkt von einem starken Gefühl eingeholt 😬


😱Aufregung, dass der Gedanke da ist
🤗 Freude darüber, wie einzigartig er ist
👻Angst, dass er vielleicht doch nur semi ist
…. und da wir nicht ausschliessen können, vor Aufregung tot umzufallen, schweigen wir lieber, denken noch mal ne Runde nach und das Gefühl vertschüsst sich auch wieder👋🏻👋🏻.

Leider auch der Spass am Arbeiten. Oder die Freude darüber, dass unsere Ideen Zustimmung finden. Dass sie umgesetzt werden und was Tolles draus wird oder dass Quatsch nicht umgesetzt wird, weil wir unsere Bedenken geäussert haben. Oder dass unsere Idee abgelehnt wird und wir uns dann was Neues ausdenken können.

Was viele in unseren Sprechtrainings erst nicht glauben wollen ist, wenn ich ihnen sage, dass sie grösser von sich und ihren Ideen denken müssen. Mit müssen meine ich in diesem Fall konditional müssen, denn wenn man weiter kommen will, muss man etwas ändern. Sonst wird das nix.

Nicht umsonst heisst es: Gesagt, getan.

So können wir natürlich technische Tools anbieten, mit denen es uns leichter fällt, Gedanken prägnant und deutlich zu formulieren. Die Dir ermöglichen, Deinen Stimmsitz zu finden und mit einer variablen Stimmmelodie zu sprechen. Die Deine Präsenz erweitern. Dann fühlen wir uns schon mal sicher, was unseren Werkzeugkasten für Kommunikation angeht.

Aber was Du immer auch erkennen musst, ist, wie lohnenswert es ist, Deinen Standpunkt oder Deine Ideen zu sagen. Dass sie grösser sind als Deine Angst und wie sehr sie es verdient haben, gehört zu werden🔥.

Du meinst, so toll ist es dann doch nicht, was Du zu sagen hast?
Woher weisst Du das, wenn Du es nicht probierst?

In diesen Tagen kommunizieren wir viel über Bildschirme. Es gibt wenig Möglichkeiten, jemanden persönlich erst zu sehen, den Raum abzuschätzen, die Stimmung und alles Sinnliche, was wir sonst checken, wenn wir in einem Raum mit anderen Menschen sind.
Umso mehr braucht es unsere Kreativität und unseren Mut, auch über die räumliche Distanz unsere Meinungen zu vertreten, und uns zu zeigen.

Vielleicht hörst Du beim nächsten Mal in Dich hinein, wenn Du merkst, dass Du vielleicht eigentlich schon etwas sagen willst. Und dann drehst Du die Frage um, und überlegst, wo der befürchtete Schaden grösser sein könnte:

Sag ich nichts oder sag ich (endlich) was?

Kommunikative Grüße🗣👩🏻👨🏼👩🏻‍🕺💃🏼

Sonja